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"Im Auge des Hurrikans"

Briefe aus Ultramar nach Spanien, 1823 - Digitale Edition

Willkommen

Das Projekt "Im Auge des Hurrikans" umfasst die digitale Edition eines Corpus von 65 Privatbriefen, die in der ersten Hälfte des Jahres 1823 aus den spanischen Besitzungen in Übersee (vor allem aus Puerto Rico) nach Spanien geschickt wurden, einem Schlüsselmoment sowohl der spanischen als auch der spanisch-amerikanischen Geschichte. Die Dokumente sind im spanischen Staatsarchiv (Archivo Histórico Nacional) in Madrid aufbewahrt, wohin sie aus nicht explizit genannten Gründen gelangten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dies in Zusammenhang mit dem Systemwechsel von der konstitutionellen Monarchie des "liberalen Trienniums" zur absolutistischen "ominösen Dekade" steht (siehe Die Geschichte).

Über den historischen Wert der vorgestellten Quellen hinaus, war es auch ein Anliegen, die Möglichkeiten und Fallstricke der aktuellen Methoden und Werkzeug der Digitalen Geisteswissenschaften für digitale Briefeditionen und mögliche weitere, umfassendere Projekte zur hispanoamerikanischen Geschichte auszuloten.

Die im Projekt angewendete Editionsform wurde insbesondere unter dem Aspekt ausgewählt, die Prozesse der Transkription und des Mark-Ups des Originaltexts auf der einen Seite und den der Visualisierung vollständig voneinander zu trennen.

Die transkribierten Briefe wurden nach den Richtlinien der Text Encoding Initiative TEI P5 ausgezeichnet. Für die Präsentation der XML-Dateien wurden zwei verschiedene Visualisierungen realisiert: eine nahe am Original (Paläographische Ansicht), sowie eine weitere, in der Abkürzungen aufgelöst wurden und einige Begriffe und Schreibungen normalisiert oder durch editoriale Anmerkungen ergänzt wurden (Redigierte Ansicht. Aus Copyright-Gründen können derzeit leider keine Faksimile-Bilder der Briefe präsentiert werden.

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Das Projekt hat mittlerweile auch eine Kooperation mit Post-Scriptum vom Zentrum für Linguistik an der Universität Lissabon und TEITOK von Maarten Janssen. Auf der Seite des Zentrums für Linguistik existiert eine weitere Version der Edition, realisiert mit TEITOK, die zusätzliche Zugänge zum Text der Briefe ermöglicht, allen voran eine modernisierte Lesung. Zudem verfügt TEITOK über weitreichendere Suchmöglichkeiten mittels SQP-Abfragen.

Die Briefedition ist auch in Visual Correspondence und correspSearch indiziert.

Karl-Franzens-Universität Graz
Institut für Geschichte
Wirtschafts- und Sozialgeschichte
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